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Du möchtest in einem Jahr schwanger werden? 9 Dinge die du bereits heute dafür tun kannst.

Viele Frauen planen ihre Schwangerschaft zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft. Doch wusstest du, dass es bestimmte Dinge gibt, die du bereits heute machen kannst, um die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft zu erhöhen? Heute geben wir dir neun konkrete Tipps, was du ein Jahr vor Schwangerschaftswunsch machen kannst, um dich und deinen Körper auf die Schwangerschaft vorzubereiten:


Schwangerschaftsbauch

1. Mindestens 6 Monate vorher die Pille absetzen.


Viele Frauenärzte geben den Rat, die Pille erst kurz vor Schwangerschaftswunsch abzusetzen und es dann einfach zu versuchen, weil es meistens ja sowieso sofort klappt.

Ja, das kann so funktionieren, tut es in der Realität aber sehr oft nicht. Viele Frauen nehmen jahrelang oder gar jahrzehntelang die Pille ein. Da sie jedoch künstliche Hormone nehmen und dadurch einen (scheinbar) regelmäßigen Zyklus und eine Blutung haben, wissen sie jedoch oft nicht, dass sie eigentlich unter einem hormonellen Ungleichgewicht leiden, dass durch die Pilleneinnahme nicht offensichtlich war. Zu diesen hormonellen Ungleichgewichten oder gar Störungen zählen beispielsweise ein unregelmäßiger Zyklus, das PCO-Syndrom oder Endometriose. Daher ist es wichtig, seinem eigenen Körper Zeit zu geben, die Hormone selbst zu regulieren und gegebenenfalls hormonelle Ungleichgewichte zu behandeln.


2. Oxidativen Stress reduzieren um schwanger zu werden


Oxidativer Stress beschreibt, was in unserem Körper passiert, wenn es ein Ungleichgewicht zwischen schädlichen Molekülen namens „freien Radikale“ und den protektiven Mechanismen gibt, die unseren Körper normalerweise vor diesen Radikalen schützen. Wenn sich zu viele dieser freien Radikale ansammeln und nicht ausreichend neutralisiert werden, kann dies zu Schäden an unseren Zellen, Proteinen und sogar unserer DNA führen. So kann auch die Qualität der Eizellen und Spermien unter oxidativem Stress leiden. Daher solltest du versuchen, oxidativen Stress zu reduzieren, um die Qualität deiner Eizellen zu steigern.


Diese Dinge können du und dein Partner konkret gegen oxidativen Stress tun:


Einer gesunden, möglichst biologische Ernährung nachgehen, die reich an Antioxidantien ist. Achtet daher auf viel unterschiedliches und buntes Gemüse und Obst. Bunt bedeutet immer, dass viele Antioxidantien enthalten sind, die freie Radikale bekämpfen.


1. Komplett auf Zigaretten und Alkohol verzichten

2. Den Kontakt mit sogenannten „Endokrinen Disruptoren” vermeiden. Diese Substanzen sind beispielsweise in bestimmten Plastik, Kosmetika, Pflanzenschutzmitteln etc. zu finden und führen zu hormonellen Ungleichgewichten und schädigen die Eizellen. (1) Dazu zählen u.a. : Pestizide, Phthalate und Bisphenole

3. Chronischen Stress reduzieren durch z.B. Sport, guten Schlaf, Atemübungen, Yoga und ein starkes Immunsystem.

4. Folgende Faktoren aus der Umwelt meiden, da die zu oxidativem Stress führen: Kontakt zu Schimmel, Schwermetallen, Luftverschmutzung und schlechter Trinkwasserqualität

5. Möglichst wenig Zucker konsumieren, denn auch Zucker fördert oxidativen Stress im Körper

6. Entzündungsfördernde Öle vermeiden wie Sonnenblumenöl, Maiskeimöl oder Erdnussöl. Greife lieber zu Olivenöl (Extra Virgin), Avocado Öl, Kokosöl oder Ghee.


3. Sechs Monate vorher ein Nahrungsergänzungsmittel speziell für die Schwangerschaft einnehmen.


Damit du nicht, wie viele andere Frauen mit einem oder gar mehreren Nährstoffmängeln in die Schwangerschaft startest, ist es wichtig, über eine möglichst abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung viele Mikronährstoffe zu dir zu nehmen. Außerdem sollte die Ernährung durch die Einnahme eines umfangreichen Nahrungsergänzungsmittels unterstützt werden. (Falls du kein Nahrungsergänzungsmittel für die Schwangerschaft einnehmen möchtest, musst du aber unbedingt Folsäure einnehmen.). Es kann nämlich oft Wochen oder Monate dauern, bis bestimmte Blutwerte auf ein ausreichendes Niveau angehoben wurden. Daher sollte man lieber früher als zu später damit anfangen.

Zudem sollte auch dein Partner die Qualität seiner Spermien verbessern, denn die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden liegt zu 50 % auch beim Partner. Achte auch besonders auf eine ausreichende Versorgung von L-Carnitin und den Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA durch Ernährung und/oder Nahrungsergänzungsmittel.


4. Nähere dich an dein normales Gewicht an.

Egal ob Unter- oder Übergewicht. Die offiziellen Empfehlungen lauten, dass zu Beginn der Schwangerschaft möglichst ein Normalgewicht erreicht werden sollte. Grund hierfür ist Folgendes:

Untergewichtige Frauen haben ein erhöhtes Risiko ein zu kleines Kind auf die Welt zu bringen, außerdem ist das Risiko für eine Frühgeburt erhöht.

Übergewichtige Mütter hingegen, haben ein erhöhtes Risiko für einen Kaiserschnitt, ein zu großes Kind, Schwangerschaftsdiabetes, postpartale Blutungen, Bluthochdruck und Präeklampsie (2). Zudem gibt es auch einen negativen Zusammenhang zwischen Übergewicht und der allgemeinen Fruchtbarkeit (3)

Daher sollten eine gesunde Ernährung, sowie auch ausreichend tägliche Bewegung und Sport auf deiner Prioritätenliste ganz oben stehen.


5. Priorisiere ausreichenden, guten Schlaf

Schlechter Schlaf, bzw. Schlafmangel führen zu Stress und dieser Stress wirkt sich direkt negativ auf die Fruchtbarkeit aus (4). So wird unter anderem auch beim Mann die Spermienproduktion reduziert und bei der Frau die Hormonproduktion gestört. Daher ist es enorm wichtig, ausreichend und regelmäßig zu schlafen, um körperliche Regeneration und das hormonelle Gleichgewicht zu unterstützen.


6. Analysiere deine Ernährung

Achte auf eine bunte, abwechslungsreiche Ernährung, die ausreichend qualitativ hochwertiges Protein und mehrfach ungesättigte Fettsäuren enthält (DHA&EPA). Wenn es finanziell für dich möglich ist, dann kaufe biologische Lebensmittel, da diese weniger Schadstoffe enthalten.


7. Arbeite an deinem Stressmanagement

Es ist wichtig, Stress so gut es geht in den Griff zu bekommen, da das Stresshormon Cortisol einen negativen Einfluss auf die Fruchtbarkeitshormone haben kann und es so schwieriger sein kann, schwanger zu werden. Effektive Methoden, um Stress entgegenzuwirken sind beispielsweise Kraftsport, Yoga, Atemübungen, Meditation oder Journaling.


8. Lasst euer Blut beim Arzt analysieren

Bestimmte Mikronährstoffe sind wichtig für die Fruchtbarkeit. Daher ist es sinnvoll, die Marker im Blut kontrollieren zu lassen, die einen direkten Einfluss auf die Fruchtbarkeit haben. Das gilt sowohl für dich, als natürlich auch für deinen Partner. Zu den relevanten Blutwerten, die du bereits heute untersuchen lassen kannst, zählen u.a. Zink, Vitamin D, Omega-3-Index, Folsäure, L-Carnitin, Selen und Coenzym Q10 (5,6,7,8,9,10). Beachte jedoch, dass du dieser Werte höchstwahrscheinlich komplett selber bezahlen musst, außer du bist privatversichert.


Außerdem würden wir empfehlen vor oder zu Beginn der Schwangerschaft Eisen, Ferritin und die Schilddrüsenwerte (TSH, ft3, ft4 bei hohen TSH auch die Schilddrüsenantikörper) zu überprüfen.


9. Mach einen Termin beim Zahnarzt aus.

Es ist sehr wichtig, regelmäßig zum Zahnarzt zu gehen, da Infektionen im Mundraum äußerst häufig undiagnostiziert bleiben und solche unbekannten chronischen Infektionen chronischen Stress im Körper auslösen, der sich wiederum negativ auf die Fruchtbarkeit auswirkt.


Wie du siehst, gibt es bereits heute einige Dinge, die du tun kannst, um deine Fruchtbarkeit positiv zu beeinflussen. Wenn du Fragen hast, melde dich gern bei uns unter hallo@youna.life




Quellen:

  1. https://www.frontiersin.org/articles/10.3389/fendo.2023.1081704/full#:~:text=EDCs%20and%20their%20metabolized%20products,female%20reproductive%20system%20(10).

  2. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34782256/

  3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5845358/

  4. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32256630/

  5. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31375368/

  6. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/33598687/

  7. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30322097/

  8. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/34579133/

  9. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/32767206/

  10. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36165609/





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