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Proteinpulver in der Schwangerschaft - das musst du wissen:

Die Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit voller Veränderungen, und die richtige Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für die Gesundheit von Mutter und Baby. Protein ist ein wichtiger Nährstoff, der während der Schwangerschaft besonders beachtet werden sollte, da er eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des Babys und dem allgemeinen Wohlbefinden der Mutter spielt. Viele Frauen fragen sich, ob sie ein Proteinpulver als Ergänzung zu ihrer Ernährung während der Schwangerschaft nehmen dürfen. In diesem Artikel werden wir alles besprechen, was du über Proteinpulver in der Schwangerschaft wissen musst.

Proteinpulver

So wichtig sind Proteine in der Schwangerschaft

Protein ist während der Schwangerschaft von entscheidender Bedeutung, da es beim Aufbau von Geweben, Organen und Muskeln des Babys eine wesentliche Rolle spielt. Außerdem unterstützt es die Produktion von Enzymen und Hormonen, die für die Entwicklung und das Wachstum des Babys erforderlich sind. Protein trägt auch zur Aufrechterhaltung eines stabilen Blutzuckerspiegels und einer gesunden Gewichtszunahme während der Schwangerschaft bei.

Die empfohlene tägliche Zufuhr von Protein während der Schwangerschaft variiert je nach Fachgesellschaft. Jüngste Studien zeigen, dass die aktuellen Empfehlungen für Protein während der Schwangerschaft viel zu niedrig sind. Im Allgemeinen wird eine Erhöhung auf etwa 1.0-1.5 g Protein pro Kilogramm Körpergewicht empfohlen. Mit jedem Trimester steigt der Proteinbedarf stetig an. In der Stillzeit ist der Proteinbedarf am höchsten mit bis zu 1.7 g/kg Körpergewicht. (1,2)


Proteinpulver in der Schwangerschaft: Ist es sicher?

Die Verwendung von einem Proteinpulver während der Schwangerschaft kann eine praktische Möglichkeit sein, den erhöhten Proteinbedarf zu decken, insbesondere wenn es aufgrund von Übelkeit oder Geschmacksveränderungen schwer ist, ausreichende Mengen an Protein aus Lebensmitteln zu erhalten.


Allerdings gibt es einige wichtige bei der Wahl des Proteinpulvers zu beachten:


1. Ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft:

Nutrition first. Proteinpulver sollten deine Ernährung wirklich nur ergänzen und nicht deine einzige Proteinquelle sein. Es ist wichtig, eine ausgewogene Ernährung mit einer Vielzahl von Nährstoffen aus verschiedenen Lebensmittelquellen zu haben.


2. Qualität des Proteinpulvers:

Wenn du ein Proteinpulver in der Schwangerschaft verwenden möchtest, wähle ein qualitativ hochwertiges Produkt, das frei von Zusatzstoffen und potenziell schädlichen Chemikalien ist. Vermeide auch zugesetzten Zucker (und denke daran, dass es viele unterschiedliche Bezeichnungen für Zucker gibt, wie z.B. „Maltodextrin, Sirup“ etc.).

Achte auch darauf, dass keine „Trennmittel“, künstliche Aromen, Emulgatoren oder Verdickungsmittel enthalten sind.

Außerdem sollten keine zusätzlichen Vitamine enthalten sein, da du mit deinen Schwangerschaftsvitaminen bereits gut versorgt bist und eine Überdosierung vermeiden solltest.

Achte auch darauf, dass keine Kräuter oder Superfoods enthalten sind, die möglicherweise während der Schwangerschaft nicht geeignet sind. Qualitativ hochwertige Proteinpulver werden zusätzlich noch von unabhängigen Unternehmen auf Verunreinigungen untersucht, was auf der Homepage ausgewiesen wird.



3. Art des Proteinpulvers während der Schwangerschaft

Es gibt tierische und pflanzliche Proteinpulver. Tierische Proteinpulver wie das klassische Whey Protein werden oft nicht so gut vertragen, enthalten jedoch meist das beste Aminosäureprofil.

Wenn du ein veganes Proteinpulver nimmst, greife zu einem Mehrkomponentenprotein. Das bedeutet, dass verschiedene pflanzliche Proteinquellen enthalten sind (z.B. Erbsenprotein, Hanfprotein oder Reisprotein), da sich verschiedene pflanzliche Quellen ergänzen und so zu einem besseren Aminosäureprofil führen.

Sojaproteinpulver ist nicht unbedingt zu empfehlen, da es u.a. Phytoöstrogene enthält, die den Hormonhaushalt beeinträchtigen können und auch die im Soja enthaltene Phytinsäure, die die Aufnahme von Mineralien aus der Nahrung erschwert.


4. Trinke ausreichend Wasser:

Proteinpulver kann dehydrierend wirken. Achte darauf, nach einem Shake ausreichend Wasser zu trinken, um deinen Flüssigkeitshaushalt zu regulieren.


5. Allergien und Intoleranzen auf Proteinpulver:

Wenn du bereits weißt, dass du auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagierst oder intolerant bist, solltest du besonders vorsichtig bei der Auswahl deines Proteinpulvers sein, um sicherzustellen, dass sie keine Allergene enthalten.



Proteinpulver kann eine nützliche Ergänzung zur Ernährung von Schwangeren sein, um den erhöhten Proteinbedarf zu decken. Dennoch ist es wichtig, sicherzustellen, dass du ein sicheres und qualitativ hochwertiges Produkt wählst und bei Unklarheiten immer zuerst mit deinem Arzt oder deiner Hebamme Rücksprache hältst. Eine ausgewogene Ernährung, die auf vielfältigen Lebensmitteln basiert, ist immer die erste und beste Wahl. Proteinpulver können eine solche Ernährung jedoch sehr gut ergänzen.




Quellen:

  1. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/36839196/

  2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4942872/pdf/an011817.pdf






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